Frankreich empfängt uns stürmisch. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht von der Zitadelle in Sisteron geweht werden. Hier sind wir nun am Tor der Provence.
Grüezi
Von Reisemüdigkeit keine Spur mehr. Zwei arbeitsintensive Wochen in der Heimat verleiten uns zur Flucht nach Süden. Wir wollen in Frankreich dort anknüpfen, wo wir im Juni aufgehört hatten. Aber ein wenig Abwechslung muss schon sein und so spendieren wir dem Kaschdl einen weiteren Aufkleber und fahren durch das Land der Eidgenossen.
Auf den Spuren der Margerite
Mit der Fähre sind wir von Kristiansand nach Hirtshals gesprintet, lassen uns aber auf dem weiteren Weg durch Dänemark reichlich Zeit. Da kommt uns die Margeriten-Route gerade recht: Kreuz und quer führt sie abseits der großen Straßen durch das Land.
Im sonnigen Süden
Hatte ich schon mal erwähnt, dass das Wetter in letzter Zeit sehr bescheiden war? (Zwei Norweger haben mir unabhängig voneinander bestätigt, dass dies der nasseste und kälteste Sommer seit Jahren ist…) Jedenfalls ist die WetterApp ein wichtiger Bestandteil der Tourenplanung geworden. Und diese nette App hat für genau einen Tag Sonne vorausgesagt, bevor es wieder dauerhaft regnen würde – damit war alles klar!
In und um Bergen
Für mich sind die Norweger Weltmeister im Tunnelbauen. Allein die Strecke von Flåm nach Bergen legen wir gefühlt zur Hälfte im Dunkeln zurück, wobei der längste Straßentunnel der Welt (25 km!) alle 5km in ein unwirkliches, blaues Licht getaucht wird.
Hoch und runter
Nach dem Trollstigen fahren wir nicht direkt nach Geiranger, sondern machen noch einen Abstecher nach Ålesund. Im Jahr 1904 komplett niedergebrannt, wurde die Stadt im damals modernen Jugendstil wiederaufgebaut.
Im Reich der Trolle
Wir wagen uns in das Gebiet Trollheimen vor. Da liegt das Innerdalen, das angeblich schönste Tal Norwegens. Für die große Tour fehlt uns die Ausrüstung, so begnügen wir uns mit einer einfachen Wanderung zur Innerdals-Hytte
Kultur-Genuss
Auf dem Weg nach Trondheim begegnet uns allerlei Schönes: Eine Tankstelle aus den Dreißigern (leider nicht mehr in Betrieb), Norwegens einzige überdachte Brücke oder der schnuckelige Bahnhof von Hell mit dem für Nicht-Norweger lustigen Schild der Gepäckausgabe.
Regen und Eis
Wir überqueren zum zweiten Mal den Polarkreis und natürlich wird das auch in Norwegen in Szene gesetzt. Mitten im Fjell steht das Artic Circle Center, das uns aber nicht weiter interessiert. Wir werfen noch einen kurzen Blick auf die unzähligen Steinmännchen, die angesichts der Tradition der Samen, ihre Wege damit zu kennzeichnen, von den Touristen hier aufgestapelt werden.
Lofoten überfüllt
Ein absolutes Must in Nordnorwegen sind die Lofoten und so verwundert es auch nicht, dass die von gezackten Felsen dominierten Inseln von Touristen überschwemmt werden. Also schwimmen wir brav im Strom mit und gönnen uns einen faulen Tag am Strand.