Auf dem Weg nach Trondheim begegnet uns allerlei Schönes: Eine Tankstelle aus den Dreißigern (leider nicht mehr in Betrieb), Norwegens einzige überdachte Brücke oder der schnuckelige Bahnhof von Hell mit dem für Nicht-Norweger lustigen Schild der Gepäckausgabe.
Regen und Eis
Wir überqueren zum zweiten Mal den Polarkreis und natürlich wird das auch in Norwegen in Szene gesetzt. Mitten im Fjell steht das Artic Circle Center, das uns aber nicht weiter interessiert. Wir werfen noch einen kurzen Blick auf die unzähligen Steinmännchen, die angesichts der Tradition der Samen, ihre Wege damit zu kennzeichnen, von den Touristen hier aufgestapelt werden.
Lofoten überfüllt
Ein absolutes Must in Nordnorwegen sind die Lofoten und so verwundert es auch nicht, dass die von gezackten Felsen dominierten Inseln von Touristen überschwemmt werden. Also schwimmen wir brav im Strom mit und gönnen uns einen faulen Tag am Strand.
Von Fischern und Königinnen
Wir bleiben auf den Vesterålen. Über die Landschaftsroute Andøya fahren wir zur Nachbarinsel Langøya und schlagen unser Lager im ehemaligen Fischerdorf Nyksund auf.
Auf Safari
Die Vesterålen liegen nördlich der Lofoten und werden angesichts der berühmten Inselkette, die wir erst später bereisen werden, etwas stiefmütterlich behandelt. Aber wir machen uns auf, auch ihre Attraktionen zu entdecken. Und da wird vor allem mit „Whale Watching“ geworben.
Stadt, Schiff, Fluss
Tromsø scheint uns nicht zu mögen. Nachdem sich die schneebedeckten Lyngenalpen hinter tiefhängenden Wolken versteckt hatten, kommt doch tatsächlich kurz vor der größten Stadt nördlich des Polarkreises die Sonne heraus!
Naturgewalten
Norwegen kann vor allem mit seiner Landschaft punkten, die alle paar Meter wieder ganz anders aussieht. Eben haben wir noch im Fjell gestanden und nun wandern wir am Jøkelfjord zum Gletscher Øksfjordbre (übrigens Norwegens einziger Gletscher, der direkt ins Meer kalbt).
Nordische Superlative
Wir sind immer noch erfüllt von dem Erlebnis, das Nordkap samt Mitternachtssonne bei schönem Wetter gesehen zu haben. Die Neuankömmlinge werden nicht so viel Glück haben, es zieht sich zu, der Nebel wird dichter. Dadurch fällt aber leider auch unsere geplante Wanderung zum wirklich nördlichsten Punkt Europas aus, von dem man einen guten Blick auf das Nordkap haben soll.
24 Stunden Sonne
Wir sind wahrlich nicht alleine hier. Einige Wohnmobilisten holpern mit ihren Gefährten über große und kleine Steine, um die bestmögliche Aussicht zu ergattern. Wir begnügen uns vorläufig mit der zweiten Reihe und streben sogleich dem berühmten Globus entgegen.
Durch Lappland zum Nordkap
Endlich wird der Verkehr weniger, die Route führt uns durch Nadel- und Birkenwälder, ab und zu passieren wir einen See. Der erste Elch läuft uns vor’s Kaschdl, es wird nicht der letzte sein, auch Rudolph und seine Rentier-Kumpels weiden am Straßenrand.