Hatte ich schon mal erwähnt, dass das Wetter in letzter Zeit sehr bescheiden war? (Zwei Norweger haben mir unabhängig voneinander bestätigt, dass dies der nasseste und kälteste Sommer seit Jahren ist…) Jedenfalls ist die WetterApp ein wichtiger Bestandteil der Tourenplanung geworden. Und diese nette App hat für genau einen Tag Sonne vorausgesagt, bevor es wieder dauerhaft regnen würde – damit war alles klar!
In und um Bergen
Für mich sind die Norweger Weltmeister im Tunnelbauen. Allein die Strecke von Flåm nach Bergen legen wir gefühlt zur Hälfte im Dunkeln zurück, wobei der längste Straßentunnel der Welt (25 km!) alle 5km in ein unwirkliches, blaues Licht getaucht wird.
Hoch und runter
Nach dem Trollstigen fahren wir nicht direkt nach Geiranger, sondern machen noch einen Abstecher nach Ålesund. Im Jahr 1904 komplett niedergebrannt, wurde die Stadt im damals modernen Jugendstil wiederaufgebaut.
Im Reich der Trolle
Wir wagen uns in das Gebiet Trollheimen vor. Da liegt das Innerdalen, das angeblich schönste Tal Norwegens. Für die große Tour fehlt uns die Ausrüstung, so begnügen wir uns mit einer einfachen Wanderung zur Innerdals-Hytte
Kultur-Genuss
Auf dem Weg nach Trondheim begegnet uns allerlei Schönes: Eine Tankstelle aus den Dreißigern (leider nicht mehr in Betrieb), Norwegens einzige überdachte Brücke oder der schnuckelige Bahnhof von Hell mit dem für Nicht-Norweger lustigen Schild der Gepäckausgabe.
Regen und Eis
Wir überqueren zum zweiten Mal den Polarkreis und natürlich wird das auch in Norwegen in Szene gesetzt. Mitten im Fjell steht das Artic Circle Center, das uns aber nicht weiter interessiert. Wir werfen noch einen kurzen Blick auf die unzähligen Steinmännchen, die angesichts der Tradition der Samen, ihre Wege damit zu kennzeichnen, von den Touristen hier aufgestapelt werden.
Lofoten überfüllt
Ein absolutes Must in Nordnorwegen sind die Lofoten und so verwundert es auch nicht, dass die von gezackten Felsen dominierten Inseln von Touristen überschwemmt werden. Also schwimmen wir brav im Strom mit und gönnen uns einen faulen Tag am Strand.
Von Fischern und Königinnen
Wir bleiben auf den Vesterålen. Über die Landschaftsroute Andøya fahren wir zur Nachbarinsel Langøya und schlagen unser Lager im ehemaligen Fischerdorf Nyksund auf.
Auf Safari
Die Vesterålen liegen nördlich der Lofoten und werden angesichts der berühmten Inselkette, die wir erst später bereisen werden, etwas stiefmütterlich behandelt. Aber wir machen uns auf, auch ihre Attraktionen zu entdecken. Und da wird vor allem mit „Whale Watching“ geworben.
Stadt, Schiff, Fluss
Tromsø scheint uns nicht zu mögen. Nachdem sich die schneebedeckten Lyngenalpen hinter tiefhängenden Wolken versteckt hatten, kommt doch tatsächlich kurz vor der größten Stadt nördlich des Polarkreises die Sonne heraus!