Ein Freund war gerade am Nordkap. Mit dem Motorrad. Hin und zurück in zwei Wochen. Sehr sportlich. Zum Glück können wir uns etwas mehr Zeit lassen und Schweden nicht nur als Transitstrecke betrachten. So fahren wir gemächlich durch dieses schöne Land, genießen die Natur und besichtigen ein paar Sehenswürdigkeiten, die unser Reiseführer anpreist. 

In Trollhättan stehen wir mit allen anderen Touristen dieser Gegend auf einer Brücke und warten auf die Wasserfälle des Göta Älv. Genau um 11 Uhr öffnet Vattenfall die Schleusen und 300.000 l/sec rauschen 10 Minuten lang durch die Tore.


In Frankreich haben wir ja auch schon eine gewisse Affinität zu Aquädukten gezeigt und in Håverud sehen wir ein besonderes: vor einer Schleuse des Dalslandkanals müssen die Schiffe zunächst eine mit Wasser gefüllte Brücke überqueren, über der wiederum eine Eisenbahnbrücke verläuft. Das ist wunderbar von der darüber liegenden Straßenbrücke zu beobachten. Und auch hier öffnet wieder Vattenfall ein Schleusentor, um die Touristen mit einem Wasserfall zu beglücken.

Auf unserer Fahrt nach Norden sehen wir dann die ersten Holzkirchen, die uns mit ihrer Schlichtheit deutlich besser gefallen als die protzigen Bauten, die wir im Süden Europas besichtigt haben.

Ein Nachteil vom Nordkap ist die Entfernung und die damit verbundenen langen Fahrten. (Weitere könnten das Wetter und die Temperaturen sein, das werden wir noch herausfinden.) Bei mir macht sich langsam der Bewegungsmangel bemerkbar. Die Fahrräder haben wir zu Hause gelassen, aber die Wanderschuhe sind schnell geschnürt! Und passend zum Thema geht es zu einem Wasserfall, dem Brattfallet. Der Fluss führt im Moment recht wenig Wasser und leider öffnet diesmal auch niemand eine Schleuse, um gewaltige Wassermassen hinabstürzen zu lassen, aber so können wir wenigstens ungehindert am Fluss entlang wandern. Und Blaubeeren pflücken 😀.


Weiter geht’s nach Mora in Dalarna, hier kommen die roten Dala-Pferdchen her, die überall bei IKEA stehen. Die butik macht zwar gerade zu als wir vorfahren, aber davor steht ja ein fotogenes Exemplar, das muss reichen.

Und am Ende des Tages finden wir noch unseren romantischen Platz mit Blick auf den Siljansee…
