Auf der Jagd nach GigaBytes

Die letzten drei Tage waren unspektakulär. Wir haben es in die Auvergne geschafft, sind auf einem Stellplatz in Beaulon am Kanal vor Anker gegangen und mussten feststellen: Hier sieht’s ja wie in Brandenburg aus! Aber wir haben genug Vorräte dabei, da kann ja nichts passieren. Und es passiert auch nichts, so gar nichts.

Neben uns haben sich drei niederländische Ehepaare im Rentenalter darauf eingerichtet, hier den Sommer gemeinsam in ihren Wohnmobilen zu verbringen, und stören mit ihrem immerwährenden Geplapper. Axel aus Bochum (Jahrgang 1941) erklärt uns das Camper-Leben und erzählt uns seins gleich mit dazu. Der einheimische Angler gibt auf – er fängt keinen Fisch. Die Sonne brennt vom Himmel. Ich werde unruhig. Ich brauche Bewegung.

Wir machen eine Radtour am Kanal entlang und fahren in einen größeren Ort, denn wir benötigen GigaBytes! Unser wertvolles Datenvolumen verbrauchen wir schneller als gedacht und wir wollen doch in Kontakt mit Euch bleiben! Wir entdecken zwar einen schnuckeligen IT-Laden, müssen aber unverrichteter Dinge wieder abziehen. Den Rest des Tages verbringen wir arbeitend, die Reisekasse muss schließlich klingeln.

In der Nacht fängt es an zu regnen und das tut es immer noch –abgesehen von ein paar Auflockerungen zwischendurch. Wir fahren nach Moulins und begeben uns – zu McDonalds. Bevor Ihr vom Glauben abfallt: Nein, wir essen dort nicht, sondern parken in unserem Kaschdl davor und zapfen das freie WLAN an (ist eine Empfehlung unseres cleveren Sprösslings). Chatten mag ja gehen, aber Bilder hochladen, geschweige denn arbeiten kann man so vergessen.

Die Jagd nach den GigaBytes geht also weiter und findet in einem brechendvollen Telefonie-Laden schließlich ein glückliches Ende – wir bleiben online! Nebenbei entdecken wir ein entzückendes Städtchen, die Besichtigung fällt aber recht kurz aus, denn es regnet schon wieder. Für die Nacht suchen wir uns mit France Passion ein Weingut in der Nähe. Zum Glück gibt’s eine Verkostung und sogleich fühlt sich mein Liebster wie Gott in Frankreich…

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