Wir fahren 2.300 Kilometer, überqueren 18 Längengrade, bewältigen etliche Höhenmeter (mit dem Wohnmobil und zu Fuß) und brauchen eine gute Woche, um bei einem Höhepunkt unserer Reise und im Urlaubsmodus anzukommen. Aber der Reihe nach:
Um nach Nordspanien zu gelangen, müssen wir glücklicherweise Frankreich durchqueren. Als Zwischenstationen suchen wir uns die Auvergne und das Périgord aus, die wir schon von unseren anderen Reisen kennen.





Mit reichlich Leckereien bestückt geht es weiter zum Atlantik und damit in den Sommerurlaub im September. Die Temperaturen überschreiten die 30-Grad-Marke und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Wir genießen den Strand in Labenne und machen mit dem Zug einen Ausflug nach Bayonne.




Die nächste Etappe führt uns nach Spanien. Bilbao heben wir uns allerdings für die Rückfahrt auf, bei 34 Grad macht eine Stadtbesichtigung keinen Spaß.
Auf dem Weg an die spanische Atlantikküste besuchen wir noch kurz die Verwandten der kalifornischen Sequoias, die als Experiment in den 1940er Jahren angepflanzt wurden und mittlerweile über 40m hoch sind.



Und dann rufen die Berge… Picos de Europa – wir kommen!



Das Panorama von unserem Stellplatz aus ist schon atemberaubend. Die Ruta del Cares begeistert uns allerdings noch mehr. 20km wandern wir in der Schlucht, mein Liebster muss ständige Fotostopps ertragen und doch können die Bilder nicht einfangen, wie grandios „el camino“ ist.






Mit müden Beinen, auf denen wir uns kaum halten können, kehren wir zum Wohnmobil zurück, aber an Ausruhen ist nicht zu denken: Im Dorf wird ein Fest zu Ehren der Schutzheiligen Señora de Corona gefeiert und da die Patronin wahrscheinlich in den letzten drei Jahren viel zu tun hatte, lassen es die Spanier ordentlich krachen! Schlafen können wir bei der Lautstärke sowieso nicht, dann feiern wir eben mit. Erst gibt es Straßenmusik, dann Disco auf dem Schulhof und um Mitternacht startet tatsächlich noch ein Konzert der Band Alma Latina, zu dem das (müde) Tanzbein geschwungen wird. Olé!
