Niedersachsen. Klar.

So lautet jedenfalls der Leitspruch des Bundeslandes, das wir uns als Urlaubsregion ausgesucht haben. Für Euch war das nicht unbedingt so, wir aber meinen, dass es zwischen Harz und Nordsee viel zu entdecken gibt, und freuen uns, endlich mit dem Womo wieder ein bisschen länger unterwegs zu sein.

Wir beginnen unsere Reise – für ehemalige West-Berliner bestimmt nachvollziehbar – in Helmstedt, stellen aber ernüchtert fest, dass sich dieser Ort leider nicht von der Zonenrandlage erholen konnte. Also schnell weiter nach Gifhorn (das immerhin mit einem internationalen Mühlenmuseum samt Basilika aufwarten kann) und radeln von dort aus durch das weitgehend naturbelassene Allertal.

Und weil das Wetter so schön ist, steuern wir eines der Highlights Niedersachsens an: die Lüneburger Heide, die leider noch nicht voll erblüht ist. Die Natur hält sich eben nicht an Terminkalender, trotzdem fühlen wir uns ein bisschen an die Provence erinnert – die Temperaturen stimmen schon fast.

Hier liegt auch das Pietzmoor, das zum Glück mittlerweile unter Naturschutz gestellt wurde, aber andernorts geht der Torfabbau munter weiter, was für eine Schande!

Im Barfußpark in Egestorf freut sich das Kind in uns über Balanceakte über Hängebrücken, Schlammbäder und andere Spielereien – eine sehr sinnliche Erfahrung!

Meinem Liebsten zuliebe nehmen wir ein weiteres Bundesland in unsere Reiseroute auf (es liegt ja schließlich auch komplett in Niedersachsen), wir statten also Bremen einen Besuch ab und geraten in Bremerhaven unversehens in die maritimen Tage und so in unser erstes Volksfest seit Corona. Wir nutzen die Gelegenheit und besichtigen u.a. die Fregatte „Nordrhein-Westfalen“ und das Deutsche Auswandererhaus und erleben am Abend endlich wieder ein Live-Konzert samt Party.

Die Nacht verbringen wir direkt im Hafen und schnuppern schon ein bisschen Nordseeluft. Leider verabschiedet sich das schöne Wetter, es setzen heftiger Regen und Sturm ein. Wir stranden am Jadebusen, durchstreifen die Salzwiesen und erleben hautnah ein kleines Hochwasser (wir stehen aber glücklicherweise hoch genug und bleiben von unten trocken). 

Die Wetterprognose verheißt nichts Gutes und so verschieben wir unsere Ostfriesland-Pläne und fahren lieber ins Landesinnere. In Bad Zwischenahn lockt der Park der Gärten, der mir viele Inspirationen und meinem Liebsten Angstschweiß auf der Stirn beschert – sieht er doch eine Flut von Garten-Projekten auf ihn zukommen 😉.

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