Am 5. Tag in Schottland sind wir in der Einsamkeit angekommen – in den südlichen Highlands im Loch Lomond-Trossachs-National Park, wo wir ganz offiziell am Three-Lochs-Forest-Drive die Nacht verbringen. Die Ruhe haben wir uns auch verdient, aber spulen wir ein Stück zurück…
Wir nähern uns Schottland zunächst in kultureller Hinsicht auf den Spuren von Sir Walter Scott (berühmter schottischer Schriftsteller) und Maria Stuart. Wir besichtigen so viele Abbeys und Castles, dass uns langsam der Überblick verloren geht. Aber hier steht fast an jeder Ecke ein historisches Gemäuer mit mindestens 400 Jahren wechselhafter Geschichte, das man unbedingt gesehen haben muss!







In Edinburgh erreichen wir den ersten Höhepunkt unserer Reise. Wir erlaufen die schottische Hauptstadt bei strömenden Regen und im Sonnenschein und sind nicht nur von der Royal Mile beeindruckt.




Auf dem Weg in die Natur dann noch schnell zwei Schlösser besichtigt, bevor wir den Gipfel des Ben A‘an erklimmen und am Ende des Tages am Loch Drunkie im Loch Lomond-Trossachs National Park die ersehnte Stille finden.




Das schöne Wetter lockt allerdings die Ausflügler an und wir fahren lieber weiter in Richtung Westen zum größten See Schottlands, dem Loch Lomond. Die kleinen Inseln im See – wir könnten eben so gut in den Schären in Schweden sein…


Weiter geht’s nach Inveraray, wo am nächsten Tag Highlandgames stattfinden sollen. Den Aufbauten zufolge wird das wohl eine riesige Veranstaltung und so sehr reizen uns Baumstamm werfende Männer in Röcken dann doch nicht, dass wir lieber vor den Massen fliehen, uns einen ruhigen Wanderparkplatz suchen, einen Spaziergang zum Wasserfall machen und den Abend beim Blaubeersammeln beschließen – ganz wie in Schweden!

Der nächste Tag steht ganz im Zeichen der wilden Natur – wir sind in den West Highlands angekommen. Über das Rannoch Moor fahren wir in das berühmteste Tal Schottlands – in das Glencoe. Hier fand das Massaker an dem MacDonald Clan statt, das für ein nachhaltiges Trauma der Schotten gesorgt hat. Wir ignorieren für einen Moment die grausige Geschichte und genießen bei zwei Wanderungen die grandiose Bergeinsamkeit.




Den höchsten Berg Großbritanniens, den Ben Nevis, besteigen wir heute nicht, denn es regnet und die Gipfel sind wolkenverhangen. Einen Spaziergang im malerischen Tal Glen Nevis lassen wir uns aber nicht nehmen und wir können gut nachvollziehen, warum hier z.B. Braveheart gedreht wurde. Und einen anderen Drehort auf dem Weg zur Küste besuchen wir zusammen mit vielen anderen Schaulustigen auch noch. Na, erkennt ihr den Zug?


Morgen soll es zur Isle of Skye gehen, wir finden kurz vor Mallaig einen tollen Stellplatz direkt an der Küste und werden auch noch mit ein bisschen Abendsonne belohnt.


