Die Reichen und Schönen

oder: Côte d‘Azur versus Wohnmobil

Noch vor dem Frühstück kehren wir unserer nebelumhüllten Einsamkeit den Rücken und tauchen in das warme, quirlige Leben ein. Mitten in Cannes treffen wir auf die Côte d‘Azur. Einmal am roten Teppich vorbeifahren auf dem von Palmen und schicken Hotels gesäumten Boulevard de la Croisette.

Auf unser petit-déjeuner müssen wir noch eine Weile verzichten, denn überall an der Küste dürfen Wohnmobile noch nicht einmal tagsüber parken. Aber irgendwann finden wir doch noch einen kleinen Parkplatz ohne Verbotsschild und genießen pain au chocolat und croissant mit Aussicht aufs ferne Cannes.


Gestärkt machen wir einen kleinen Abstecher ins Massif de l‘Esterel.


Unser Versuch, einen Campingplatz am Strand zu finden, der uns nicht gleich wieder zurückschrecken lässt, scheitert grandios. So ziehen wir uns zur Nacht wieder ins Hinterland zurück und entdecken dabei noch das hübsche Dorf Ramatuelle.


Und dann wagen wir es doch noch mal. Wir steuern früh am Tag einen Stellplatz direkt am Meer an, wo wir zwar wie die Ölsardinen stehen, aber dafür mit dem Fahrrad nach Saint-Tropez fahren können. Dort stehen wir dann staunend und ein wenig befremdet vor den protzigen Yachten, die am Hafen festgemacht haben und sogar noch dichter beieinander stehen als die gemeinen Wohnmobilisten. (Wir werden wenigstens nicht von den Touristen begafft!)


So schlendern wir also zusammen mit der High Society durch die anheimelnden Gassen des ehemaligen Künstlerstädtchens, das uns trotz des Rummels gut gefällt. (Nicht zuletzt, weil wir zwischen den Edelboutiquen und anderen überteuerten Läden eine Boulangerie finden, die das bislang leckerste pain au chocolat gebacken hat. Sagt mein Liebster. Kein Foto – war zu schnell aufgegessen).


Nach so viel Pomp genießen wir einen faulen Nachmittag am Plage de Pampelonne. Völlig unbeobachtet.

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