Naturgewalten

Norwegen kann vor allem mit seiner Landschaft punkten, die alle paar Meter wieder ganz anders aussieht. Eben haben wir noch im Fjell gestanden und nun wandern wir am Jøkelfjord zum Gletscher Øksfjordbre (übrigens Norwegens einziger Gletscher, der direkt ins Meer kalbt). Thor meint es gut mit uns – der Nebel verzieht sich und wir haben einen schönen Blick auf die Eismassen, aus denen sich ein gewaltiger Wasserfall in den Fjord ergießt. Wir überlegen, wie lange es diesen Anblick noch geben wird…


Die Nacht verbringen wir auf einem Wanderparkplatz im Kåfjorddal, unserem Ausgangspunkt für die nächste Tour. Morgens werden wir von blökenden Schafen geweckt, die rund ums Kaschdl grasen. Als erstes besichtigen wir das Freilichtmuseum Ankerlia, wo früher Kupfer verhüttet wurde und noch Reste der alten Anlagen herumliegen.


Dann klettern wir im Flussbett des Sobmegorsa Canyons, das in weiten Teilen im Sommer trocken liegt, über Geröll stromaufwärts. Bis zur engsten Stelle der Schlucht gehen wir nicht, der Nebel wird wieder dichter und es soll regnen. Wir wollen nicht plötzlich in einem reißenden Fluss stehen und kehren nach 2/3 der Strecke um.


So bleibt uns aber noch Zeit, einen anderen Wanderweg zu gehen, der uns durch Wiesen, Birkenhaine und Geröll zu einem beeindruckenden Wasserfall führt, der 150 Meter in die Tiefe stürzt. Davor überspannt eine kleine Brücke die Gorsa-Schlucht, von der etliche Leute einen Bungee Jump wagen. Nichts für uns!

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