Wir sind immer noch erfüllt von dem Erlebnis, das Nordkap samt Mitternachtssonne bei schönem Wetter gesehen zu haben. Die Neuankömmlinge werden nicht so viel Glück haben, es zieht sich zu, der Nebel wird dichter. Dadurch fällt aber leider auch unsere geplante Wanderung zum wirklich nördlichsten Punkt Europas aus, von dem man einen guten Blick auf das Nordkap haben soll. Es gab da wohl einen Vermessungsfehler, aber das werden wir nun nicht mit unserem GPS-Gerät verifizieren können.
Wir fahren stattdessen über die nördlichste Hängebrücke der Welt nach Hammerfest, der nördlichsten Stadt der Welt. Dort ist nicht so viel zu sehen bis auf die Meridiansäule, die an die erste genaue Vermessung der Welt durch Herrn Struve erinnert.



Als nächstes steht eine Wanderung durch den Fjell zum größten Canyon Nordeuropas, dem Sautso Canyon in der Nähe von Alta, auf dem Programm. Der Weg durch die karge, hügelige Landschaft ist erstaunlich abwechslungsreich. Immer wieder kreuzen kleine und große Bäche unseren Weg, die wir von Stein zu Stein hüpfend oder auf schmalen, wackligen Brettern balancierend überqueren.


Unsere Frühstückspause genießen wir im Schatten von kleinen, gedrungenen Birken mit Blick auf einen Wasserfall.

Wenn nur nicht diese nervigen Fliegen und Mücken wären! Jetzt verstehen wir, warum hier so viele Leute mit Moskitonetzen auf dem Kopf herumlaufen. Deshalb werfen wir am Ziel unserer Wanderung nur einen kurzen Blick in das Tal, das uns tatsächlich ein bisschen an den Grand Canyon erinnert.

Auf unserer Weiterfahrt kommen wir am Alta-Museum vorbei, wo wir 2000 – 7000 Jahre alte Felsritzungen anschauen können. Um sie für die Besucher besser sichtbar zu machen, wurden die Ritzungen teilweise rot ausgemalt. Auf schön angelegten Wegen genießen wir dabei auch gleich die Nachmittagssonne und den Blick auf den Altafjord.

