Endlich wird der Verkehr weniger, die Route führt uns durch Nadel- und Birkenwälder, ab und zu passieren wir einen See. Der erste Elch läuft uns vor’s Kaschdl, es wird nicht der letzte sein, auch Rudolph und seine Rentier-Kumpels weiden am Straßenrand.
Wir fahren jetzt längere Strecken, zum einen gibt es auch nicht mehr so viel zu sehen, andererseits soll das Wetter am Nordkap gut werden und wir möchten doch so gerne die Mitternachtssonne dort sehen! Die Zeit vertreiben wir uns mit Hörbüchern oder philosophieren über Mensch und Natur, wenn wir nicht einfach nur unseren Gedanken nachhängen.
Aber für eine kleine Wanderung bleibt natürlich immer ein bisschen Zeit und so erkunden wir das Naturschutzreservat Sompio: zunächst stapfen wir durch sumpfige Gebiete mit Millionen von Mücken (Autan wirkt!) und klettern dann über endloses Geröll aus rotem Granit bis zum Gipfel Pyhä-Nattanen. Leider macht sich die Sonne rar, aber der Blick ist trotzdem grandios!


Auf dem Weg nach Norwegen kommen wir am Inari-See vorbei, dem größten See Finnlands. Wieder kreuzen zahlreiche Rentiere unseren Weg. Aber auch hier zeigt sich Lappland von seiner trüben Seite, so nutzen wir die Gelegenheit, ein Museum zur Geschichte und Lebensweise der Samen zu besuchen.



Und das soll es mit Finnland auch schon gewesen sein, uns zieht es zum nördlichsten Punkt Europas. Kaum sind wir in Norwegen angekommen, bessert sich nicht nur das Wetter, auch die Landschaft verändert sich. Wir lassen die Tundra hinter uns und fahren entlang des blau glitzernden Porsanger-Fjords.
Und dann ist es soweit: bei strahlendem Sonnenschein erreichen wir das (vorläufige) Ziel unserer Träume: wir sind am Nordkap!

