Wir sind wieder in Deutschland und blicken ein bisschen sehnsüchtig zurück nach Frankreich – nicht nur wegen des Essens und des Weins 😉 Es ist an der Zeit, ein Zwischenfazit zu unserer Frankreich-Etappe zu ziehen:
- Frankreich ist für Wohnmobilisten ein Eldorado. Jede größere Gemeinde hat einen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung eingerichtet. Somit sind die Alltagsprobleme „Wo lasse ich mein Abwasser?“ und „Wo bekomme ich Frischwasser her?“ schnell und einfach gelöst (häufig sogar kostenfrei).
- Die Franzosen sind ein äußerst höfliches Volk. Mal abgesehen von größeren Städten wird man von jedem gegrüßt – auch von den einheimischen Jugendlichen!
- Außerdem sind die Franzosen sehr freundlich und hilfsbereit. Wenn sie merken, dass Du ein paar Worte Französisch sprichst, unterhalten sie sich gerne mit Dir und sind auch geduldig, wenn Du nicht gleich alles verstehst. Es gibt übrigens immer mehr Franzosen, die Englisch sprechen!
- Die Franzosen lieben ihr pique-nique. Zur Mittagszeit packen sie an allen (un)möglichen Stellen Stühle, Tisch mit Tischdecke und Kühlbox aus und lassen es sich schmecken.
- Frankreich ist das Land des Kreisverkehrs. Die ronds-points sind fast immer fantasievoll gestaltet und sehr gepflegt. Beim nächsten Frankreich-Besuch werde ich all die tollen Inseln mitten im Asphalt fotografieren.
- Frankreich ist das Land der Radfahrer. Sobald es hell wird, steigen drahtige Frauen und Männer bis ins hohe Alter in ihre Sättel und erklimmen die Berge. Chapeau!
- Dass die Franzosen hervorragend kochen und backen können, ist allen bekannt. Wir werden die Wochenmärkte vermissen, besonders die riesige Käseauswahl und das frische, reife Obst. Der Wein soll wohl auch nicht übel sein, vereinzelt schmeckt sogar das einheimische Bier (das liegt bestimmt an der Entwöhnung vom deutschen Gebräu).
Da erinnern wir uns an eine Geschichte (frei nach Janosch):
Oh, wie schön ist Frankenreich
Es waren einmal ein kleiner Bär und ein kleiner Tiger, die lebten unten am Teich. Dort, wo der Rauch aufsteigt, neben dem großen Baum. Sie wohnten in einem kleinen, gemütlichen Haus mit Schornstein. „Uns geht es gut“, sagte der kleine Tiger, „denn wir haben alles, was das Herz begehrt, und wir brauchen uns vor nichts zu fürchten. Weil wir nämlich auch noch stark sind. Ist das wahr Bär?“ „Jawohl“, sagte der kleine Bär, „ich bin stark wie ein Bär und Du bist stark wie ein Tiger. Das reicht.“ Der kleine Bär kochte jeden Tag das Essen, denn er war ein guter Koch. Sie hatten wirklich ein schönes Leben dort unten am Teich.
Aber eines Tages schwamm ein Kaschdl vorbei. Der kleine Bär fischte das Kaschdl heraus, schnupperte und sagte: „Oooh… Aprikosen.“ Die Kiste roch nämlich nach Aprikosen. Und was stand auf der Kiste geschrieben? „Fran-ken-reich“, las der kleine Bär. „Die Kiste kommt aus Frankenreich und Frankenreich riecht nach Aprikosen. Oh, Frankenreich ist das Land meiner Träume“, sagte der kleine Bär. „In Frankenreich“, sagte er, „ist alles viel schöner, weißt Du. Denn Frankenreich riecht von oben bis unten nach Aprikosen. Frankenreich ist das Land unserer Träume, Tiger. Wir müssen sofort morgen nach Frankenreich, was sagst Du, Tiger?“ „Sofort morgen“, sagte der kleine Tiger…