Wir fahren weiter nach Westen aufs platte Land. Unterwegs hören wir passenderweise „Mordseekrabben“. Obwohl wir noch im Médoc sind, sieht es ein bisschen aus wie in Nordfriesland. Der Atlantik begrüßt uns stürmisch. Wir halten dem Stand und machen unseren ersten Strandspaziergang. Die Luft, die gute Luft! (kleiner Insider 😉 ) Das Wasser ist allerdings noch ziemlich kalt, aber wenigstens meine Füße müssen in den Ozean! Mein Fisch zeigt sich plötzlich wasserscheu.

Es zieht uns weiter nach Süden an der Côte d‘Argent. Kilometerlange weiße Sandstrände, fast menschenleer. Die Badeorte sind verwaist, nur hier und da hat ein Restaurant offen. An der Nordsee ist im Juni definitiv mehr los. Einige scheinen sich für die bevorstehende Saison zu rüsten, aber dann möchte ich nicht hier sein. Der Campingplatz neben unserem Stellplatz kann mit 1.000 (!) Parzellen aufwarten und ein paar hundert Meter weiter befindet sich schon der nächste. Ich stelle mir menschliche Ölsardinen neben Blechlawinen vor – gruselig.
Der Wind flaut ab und wir fahren bei schönstem Sonnenschein durch Pinienwälder (hier gibt es ein ausgezeichnetes Radwegenetz), werfen einen Blick auf den größten Binnensee Frankreichs (Lac d’Hourtin-Carcans), stapfen durch gewaltige Dünen und lauschen der Brandung am Strand.

